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Pilzwanderung des NABU Ahrweiler

Einblick in die Vielfalt der heimischen Pilzflora

Die Pilzsachverständigen Stefan Elmer, Frank Krajewski und Manfred Schröder (von links) bei der Pilzbesprechung (Foto: Andreas Sebald)
Die Pilzsachverständigen Stefan Elmer, Frank Krajewski und Manfred Schröder (von links) bei der Pilzbesprechung (Foto: Andreas Sebald)

Pilze sind ein zentraler Bestandteil unserer Ökosysteme. Sie bauen organisches Material ab, gehen Symbiosen mit Pflanzen ein und bilden Wirkstoffe, welche in der Medizin oder der Nahrungsmittelherstellung zum Einsatz kommen. Was wir häufig als Pilz bezeichnen, ist genau genommen nur ein Fruchtkörper. Diese sind nur die sichtbaren Anteile eines weitläufigen, nicht sichtbaren Pilzgeflechts, die lediglich der Vermehrung dienen. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie listet allein für Deutschland ca. 14.000 pilzliche Organismen.

 

Um die biologische Vielfalt der heimischen Pilzflora aufzuzeigen fand am 12. Oktober 2019 erstmalig eine Pilzwanderung des NABU Ahrweiler statt. Über 50 Pilzfreunde trafen sich auf dem Wanderparkplatz nahe dem Aussichtspunkt „Bunte Kuh“. Zur Bewältigung dieses Andrangs konnten mit den Herren Stefan Elmer, Frank Krajewski und Manfred Schröder glücklicherweise gleich drei versierte Pilzsachverständige gewonnen werden.

 

Nach einer Ersteinweisung in das Thema Pilze begaben wir uns vom Wanderparkplatz zur Zentralhütte im Ringener Wald. Auf dem Weg dorthin suchten wir eine Stunde lang nach Pilzen. Jeder war aufgefordert ungefähr fünf verschiedene Fruchtkörper zu sammeln.

 

An der Zentralhütte wurden die Teilnehmenden in drei Gruppen aufgeteilt. In diesen Gruppen führten die Pilzsachverständigen anhand der Fundstücke eine Pilzbesprechung durch. Darunter fanden sich zum Beispiel Maronenröhrling, Falscher Pfifferling, Kahler Krempling, Nebelgrauer Rötelritterling, Grüner Anistrichterling, Hallimasch, Violetter Rötelritterling, Violetter Lacktrichterling, Saitenstieliger Knoblauchschwindling, Grünblättriger Schwefelkopf, Parasol, Fliegenpilz, Gelber Knollenblätterpilz, Klebriger Hörnling und viele mehr. Wer seine Exponate nicht für das Abendessen verwenden wollte, der legte sie anschließend auf den Waldboden zurück. Damit können die Fruchtkörper ihre Sporen weiterhin in den Wald entsenden, womit die Auswirkungen unserer Exkursion auf die Pilzflora minimiert wurden.

 

Nach dem Hauptteil der Pilzwanderung begutachteten wir auch auf dem Rückweg den ein oder anderen Pilz. Abschließend wurden auf dem Wanderparkplatz noch Fragen beantwortet und eine kleine Auswahl an einleitender Literatur vorgestellt.

 

Unser besonderer Dank geht an die drei Pilzsachverständigen. Nur dank ihrer tatkräftigen und sachkundigen Unterstützung konnte die heutige Exkursion derart erfolgreich gestaltet werden. Aufgrund des unerwarteten Andrangs werden wir uns Gedanken über eine zielführende Umsetzung für das Jahr 2020 machen, auch eine Begrenzung der Teilnehmerzahl betreffend.

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